Aufenthaltsverlängerung (Ergänzung)

Anordnung wird jetzt häufiger angewendet (2018)
Im Zusammenhang mit der Aufenthaltsverlängerung findet eine Anordnung, die schon längere Zeit besteht, nun häufiger Anwendung. Dieses Gesetzt gilt für alle Ausländer, nicht ausschließlich für Flüchtlinge.
Vor der Erteilung der Aufenthaltsverlängerung soll geprüft werden, ob ein ggf. verpflichtender Integrationskurs besucht wurde. Ist dies nicht der Fall, soll das in die Entscheidung, ob eine Aufenthaltsverlängerung gewährt wird, einfließen. Verletzt der Ausländer weitere Pflichten, kann sogar die Aufenthaltsverlängerung abgelehnt werden.
Man hat jedoch die Möglichkeit zu beweisen, dass man sich anderweitig in das soziale und gesellschaftliche Leben integriert hat. Wie dieser Nachweis auszusehen hat, steht nicht in dem Gesetzestext.
Außerdem soll in der Zeit, in der Integrationskurs besucht wird, der Aufenthalt nur um ein Jahr verlängert werden: „War oder ist ein Ausländer zur Teilnahme an einem Integrationskurs nach §44a Absatz 1 Satz 1 verpflichtet, soll die Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis jeweils auf höchstens ein Jahr befristet werden, solange er den Integrationskurs noch nicht erfolgreich abgeschlossen oder noch nicht den Nachweis erbracht hat, dass seine Integration in das gesellschaftliche und soziale Leben anderweitig erfolgt ist.“

Quelle Arbeitsagentur: https://www3.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdatei/mdaw/mtiw/~edisp/l6019022dstbai378547.pdf?_ba.sid=L6019022DSTBAI378550

Siehe auch Artikel:
Wer bleiben will, muss büffeln

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