„Erzähl mir“ – Interview mit Abdul Rahman Dabian zum Theaterexperiment

Mein Name ist Abdul Rahman Dabian. Ich komme aus Syrien, aus Damaskus.

Was denkst du über dieses Experiment und was hast du mitgenommen?

Vor einer Weile las ich einen Satz von Shakespeare: „Unser Schicksal ist nicht in den Sternen, sondern in uns selbst.“ Diese Aussage hat mir einen Impuls gegeben, mich diesem Experiment zu unterwerfen, da ich vorher noch nie an Theaterarbeiten teilgenommen hatte. Ich hatte Angst, auf die Bühne zu gehen, das Mitwirken im Theater war für mich eine unbekannte Welt. Das war meine erste Erfahrung. Ich hatte große Sorge aber mit kontinuierlicher Übung und Engagement und der Beratung der Trainer konnte ich die Angst überwinden und meine Kollegen und ich haben das Stück „Erzähl mir“ aufgeführt. In dem Stück werden die Probleme und die Schwierigkeiten, die ein Flüchtling in seinem neuen Alltagsleben erfährt, komödiantisch und zynisch dargestellt. Ich muss sagen: Die wichtigste Erfahrung, die ich gemacht habe, ist der Abbau der Sprachhemmung und die Kommunikation mit den Menschen in der neuen Gesellschaft. Das ist, was den meisten Flüchtlingen Sorge bereitet. Auf der anderen Seite habe ich im Theater eine Möglichkeit gefunden, um die Schwierigkeiten der Flüchtlinge in verschiedenen Lebensbereichen, wie Sprache und Arbeit, sowie den psychologischen Auswirkungen des Krieges auszudrücken.

Schließlich meine ich, dass diese Erfahrung mir eine Menge psychologischer und praktischer Aspekte aufgezeigt hat: Ich liebe das Theater und habe große Träume in diesem Bereich, ich hoffe, dass ich das erreichen werde. Ich lade alle Flüchtlinge ein, an dieser Erfahrung teilzunehmen, weil es meiner Meinung nach ein erfolgreiches Experiment ist.

Danke und ich wünsche Ihnen bleibenden Erfolg.

Aus dem Gesagten kann man erkennen, dass das Theater eine wichtige Rolle bei der Bildung der Menschen und der Verbreitung der Kulturen auf verschiedene Ebenen spielt und auch weiter spielen wird.

„Allein im Theater ist die Nation vereint. Sie besteht aus dem Denken und dem Geschmack junger Leute und auf der Bühne lernen die Ausländer unsere Sprache. Das Theater ist eine permanente Schule, um Tugend zu lernen“.

Dieser Satz Voltaires ist eine gute Beschreibung der Erfahrung von „Erzähl mir“, da es eine gute Gelegenheit bot, zur Bildung, um Ideen auszutauschen und die Sprache dafür zu lernen.Ich denke, dass das Theater eine Chance und eine gute Gelegenheiten für den Flüchtling, Ideen und Kulturen auszutauschen und die Barriere der Angst vor der Sprache zu überwinden und sich schneller in die (neue) deutsche Gesellschaft einzugliedern und zu integrieren. Lieber Flüchtling, wenn Sie an zukünftigen Theateraktivitäten teilnehmen möchten, können Sie sich per E-Mail (redaktion@fhf-rt.de) mit uns in Verbindung setzen, um sich über die wichtigsten Theateraktivitäten in Reutlingen zu informieren.

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