Rami Alnashef: Seit zwei Jahren in Deutschland

Es ist anstrengend, aber es läuft gut!

Rami Alnashef

Mein Name ist Rami Alnashef. Ich komme aus Syrien und bin 25 Jahre alt. In Syrien habe ich Englische Literatur studiert. Während des Studiums habe ich als Übersetzer gearbeitet. Seit zwei Jahren lebe ich nun in Deutschland und habe mich in dieser Zeit mit der deutschen Sprache und Kultur beschäftigt.

Da ich in der Lage war, die deutsche Sprache schnell und intensiv zu lernen, hat meine Sozialarbeiterin mir empfohlen, als BUFDI (Bundesfreiwilligendienst) im Integrationszentrum Reutlingen (IZ) zu arbeiten. Ich habe mich dafür beworben und habe die Stelle erhalten. Seit September 2016 bin ich als BUFDI im IZ tätig. Während dieser Zeit konnte ich meine Deutschkenntnisse verbessern. Ich hatte die Chance, an einem B2 Sprachkurs über das Landratsamt teilzunehmen. Außerdem hat mir die Stelle sprachlich viel gegeben.

Als interkultureller Vermittler war das Übersetzen meine Hauptaufgabe. Ich sollte bei den Veranstaltungen, die im IZ oder woanders stattfanden, ins Arabische bzw. ins Englische übersetzen. Außerdem wurden viele Flüchtlinge bei uns über „Jobkraftwerk“ erfasst. Diese Webseite (https://lk-reutlingen.jobkraftwerk.com) wird seit Januar 2017 Flüchtlingen und Arbeitgebern zur Verfügung gestellt. Bei der Erfassung unterstützen wir die Flüchtlinge, damit sie am Ende einen professionellen Lebenslauf bekommen. Außerdem bieten wir Unterstützung beim Hausaufgabenschreiben. Die Schüler von der VHS hatten die Möglichkeit, mit uns für die mündliche B1 Prüfung zu lernen.

Am Ende unserer Tätigkeit sollte jeder BUFDI ein Projekt übernehmen. Mein Projekt war, einen Familienausflug in Kooperation mit FERDA zu organisieren. Der Ausflug fand am 03.08.17 statt. Die Familien haben sich darüber gefreut und die Kinder haben viel Spaß gehabt. Die Arbeit hat mir einfach viel Spaß gemacht und ich freue mich, dass ich die netten Kolleginnen und Kollegen im IZ kennengelernt habe.

Da ich mit meinem Studium der Englischen Literatur in Deutschland keine Perspektive habe, war ich auf der Suche nach einer neuen beruflichen Orientierung. Ich fand die Ausbildung zum Hörakustiker interessant. Ich habe mich bei verschiedenen Firmen beworben. Von einer Firma wurde ich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Diese Firma hat mir die Chance gegeben, ein dreitägiges Praktikum zumachen. Nach dem Praktikum hat es mit dem Ausbildungsplatz geklappt und ab September 2017 darf ich mit der Ausbildung anfangen. Ich freue mich, dass ich meine Zukunft in Deutschland aufbauen kann.

Print Friendly, PDF & Email

Dieser Beitrag ist verfügbar in: deDeutsch arالعربية (Arabisch) enEnglish (Englisch) faفارسی (Persisch)